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Was ist Walking

Walking ist ein Ausdauersport, die für fast jedermann geeignet ist. Walking rein als (Mode) Trend zu bezeichnen, ist mit Sicherheit zu kurz gegriffen.

Walking darf nicht verwechselt werden mit dem Sportgehen, das als Wettkampfsportart Teil auch Olympischer Spiele ist. Die charakteristische Drehbewegung in den Hüftgelenken, die durch das Voreinandersetzen der Füße und dem Durchdrücken der Knie bei der Aufsetzbewegung der Fersen entsteht, verleiht zwar dem Geher größere Geschwindigkeit, ist aber eben nicht Walking.

Wer eine sportliche Betätigung sucht, bei der Gelenke und Kreislauf weniger belastet werden als beim Joggen, wer eine Aktivität zwischen Spazieren gehen/Wandern und Joggen sucht, der ist beim Walking/Nordic Walking gut aufgehoben. Wer nach langer sportlicher Abstinenz, nach einem Unfall oder einer Krankheit sich wieder aufbauen will, für den ist Walking genau das Richtige.

Die Gefühle, die man erlebt, wenn man das erste Mal 10 km straff gewalkt ist (wo man doch vor kurzem noch die Treppenstufen in den ersten Stock sich hochgequält hat), wenn man vielleicht seinen ersten Halbmarathon absolviert oder gar einen Marathon erfolgreich hinter sich gebracht hat, dann spätestens weiß man, dass Walking eine Sportart ist und kein komisch anzusehendes Spazieren gehen.

Ausdauerleistungsfähigkeit spielt nicht nur im Sport, sondern gerade auch im Alltag eine große Rolle. Um den Alltag gut durchstehen zu können, ist sportliche Aktivität eine bedeutsame Unterstützung.

Aber man muss ja nicht gleich nach den Sternen greifen. Jede sportliche Aktivität, alters- und konstitutionsmäßig angepasst, ist gesund, belastet zwar unter Umständen die Rentenkasse, aber gesund leben und alt werden ist ja wohl angesagt.

Walking ist besonders für Einsteiger, für Wiedereinsteiger und für ältere Menschen mit gesundheitlichen Problemen geeignet, ebenso für Menschen mit Gewichtsproblemen. Walking stärkt das Gefäßsystem, indem es die Durchblutung anregt. Das Herz arbeitet besser, das Risiko einer Arterienverkalkung verringert sich. Die Beinvenen bleiben elastisch, denn die Bewegung fördert den Rückfluss venösen Blutes zum Herzen (Venenpumpe). Walking stärkt und strafft alle größeren Muskelgruppen des Rückens, des Gesäßes und der Beine.

Auch bei Rückenproblemen kann Walking helfen. Die Dauer der Walking-Bewegungen wirkt als Reiz. Das ist hilfreicher als ein paar Gymnastikübungen. Da indirekt auch die Knochen gestärkt werden, wirkt Walking auch gegen Osteoporose. Besonders wichtig für Frauen in den Wechseljahren und für ältere Menschen. Menschen mit Arthrose oder Rheuma können, außer bei akuten Schmerzen, problemlos walken. Das gilt ebenso für Diabetiker, solange sie darauf achten, dass sie weder über- noch unterzuckert sind.

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass kurze und harte Trainingseinheiten am besten Fett verbrennen. Bei relativ niedriger Herzfrequenz ist das Verhältnis der Verbrennung von Fett und Kohlenhydraten am besten. Auf Details wird in den Themenkomplexen Gesundheit und Ernährung eingegangen.

Ganz allgemein wird durch körperliche Betätigung, die nicht zur Last oder Qual wird, auch das Selbstvertrauen gestärkt, allein schon wegen der vollbrachten Leistung. Die frische Luft tut ein Übriges, nebenbei wird auch das Immunsystem gestärkt. Wenn man dann zudem nach einiger Zeit feststellt, dass man den Gürtel enger schnallen kann (was man in diesem Zusammenhang ja sicherlich gerne macht), dass man sich kräftiger und sicherer fühlt, dann erkennt man, dass man bei einer positiven Sache dabei ist.

Es gibt verschiedene Bezeichnungen für Walkingarten. Die bekanntesten sind wohl Vital Walking, Power Walking und Hill Walking. Vital Walking bezeichnet gemeinhin den Bereich, den man mit 50-70% der Maximale Herzfrequenz abdeckt und der sich im Geschwindigkeitsbereich von um die 6 km/h bewegt; Power Walking gilt für den Bereich, der darüber hinausgeht. Wirkliche Könner erreichen auch mal 10 km/h. Hill Walking bedeutet lediglich, sich in besonders hügeligem oder steilem Gelände zu bewegen.

Auch ZEN Walking hat seinen Platz gefunden. Hierbei wird Walking mit Yoga-Elementen kombiniert. Schwerpunkt ist, bei beherrschter Walking-Technik, sich auf die Atmung zu konzentrieren, sich bewusst zu entspannen, Powern, km-Leistung und Zeit zu vergessen. Ähnliches oder gleiches verbirgt sich wohl hinter dem Begriff Body Walking. Nicht der Sport, die Meditation steht im Vordergrund mit Schwerpunktlegung auf die Atmung.

Begriffe wie "Venen Walking", "Merck Herz-Kreislauf-Walking", "Walking-Programm aus dem CM3-Konzept" sind nichts anderes als "Firmen" oder "Produkt"-Bezeichnungen für ein und dieselbe Sache.

Und da gibt's es auch noch das Gewichts Walking, auch Wogging genannt. Zusätzliche Gewichte steigern die Belastungsintensität. Gewichtsbänder für Fuß- oder Handgelenk oder kleine Hanteln von rund 500 bis 1000 Gramm steigern die Trainingsbelastung. Eine Sache eher für geübte Walker weniger für Anfänger. Hin und wieder hört man auch von Indoor Walking. In den USA geben große Supermärkte Walkern Gelegenheit, sich zu betätigen. Weiß jemand Einzelheiten?

Inzwischen gibt es auch Nordic Fighting, eine Kombination aus Nordic Walking und Bo-Jutsu, einer Langstock-Kampfkunst. Race Walking soll wohl eher den Bereich kennzeichnen, der schon (fast) ins Sport-Gehen übergeht. Wie dem auch sei, Udo: klingt doch gut — oder?

Das sportliche Gehen als Wettkampfsportart und olympische Disziplin erfordert eine ganz andere Technik als Walking und bewegt sich geschwindigkeitsmäßig deutlich höher. Der Weltrekord liegt bei 39 Minuten über 10 Kilometer (ca. 15 km/h).

Aber was macht Walking nun aus: Die deutliche Abrollbewegung der Füße schont die Gelenke und unterstützt die "Venenpumpe" (die Mediziner mögen mir den Ausdruck verzeihen). Der betonte Armeinsatz (man möge es mir glauben: ich musste mich auch erst an den Anblick gewöhnen) kräftigt die Oberkörpermuskulatur und "treibt" den Körper nach vorne.

Man kann es leicht ausprobieren: Gehen Sie etwas schneller als normal und lassen Sie dabei die Arme hängen. Sie merken, dass der Oberkörper in eine Drehbewegung gerät. Jetzt schwingen Sie die Arme neben dem Körper nach oben/vorne mit. Die Drehbewegung hört auf, Sie kommen besser (und auch schneller) voran. Ganz unbewusst atmen Sie auch tiefer als vorher. Probieren Sie es mal aus:

Schritte pro Minute

 

weniger als 100

kein Walking

100 bis 110

langsames Walking

110 bis 120

flottes Walking

120 bis 130

schnelles Walking

mehr als 130

Power-Walking